So wird der nennwert Euro‑US Aktienindex berechnet
Die einfachste Methodik, die sich sauber verteidigen lässt. Keine Marktkapitalisierung, keine Streubesitzquoten, kein Ermessen, nur Kurse und ein fester Kalender.
Zusammensetzung
Der Index besteht aus vier börsengehandelten Indexfonds (ETFs), die alle in Euro auf XETRA notieren:
Zwei Konstituenten decken Europa ab, zwei die USA, zusammen also 50/50 zum Rebalancing-Zeitpunkt. Die genannten Indizes sind eingetragene Marken ihrer jeweiligen Inhaber; ihre Nennung dient allein der Beschreibung der Zusammensetzung.
Berechnung
- Gleichgewichtet, quartalsweise rebalanciert. Am ersten Handelstag jedes Quartals (1. Januar, 1. April, 1. Juli, 1. Oktober) wird jeder ETF auf 25% des Indexwerts zurückgesetzt. Dazwischen driften die Gewichte mit den Kursen, wie bei den Equal-Weight-Indizes von S&P und MSCI. Ein tägliches Zurücksetzen würde Rendite erzeugen, die kein echter Anleger verdienen könnte.
- Portfolio-Logik statt Renditemittelung. Das Rebalancing fixiert fiktive Stückzahlen; an jedem anderen Tag ist der Index schlicht der Wert dieser Stücke. Der Index verhält sich damit exakt wie ein reales, vierteljährlich umgeschichtetes Depot.
- Basis 100 am 01.01.2011. Ein Quartalsanfang, damit der Basistag zugleich Rebalancing-Tag ist. Alle vier ETFs handeln seit Mitte 2010.
- Euro-Kurse, keine Umrechnung. Verwendet werden die XETRA-Schlusskurse der ETFs in Euro, bereinigt um Ausschüttungen und Splits. Der Index zeigt damit die Entwicklung, die ein Euro-Anleger tatsächlich erlebt hätte, Wechselkurseffekte eingeschlossen.
- Handelstage. Ein Tag geht nur in den Index ein, wenn mindestens drei der vier ETFs einen Schlusskurs geliefert haben; fehlende Einzelkurse werden mit dem letzten bekannten Stand fortgeschrieben.
- Tägliche Neuberechnung. Die gesamte Kurshistorie wird jeden Abend neu geladen und der Index von Grund auf neu gerechnet. Nachträgliche Kurskorrekturen der Datenquelle heilen sich so von selbst.
Die Signale
Auf der Marktseite werden aus der Indexreihe einige Standardkennzahlen abgeleitet:
- Abstand zum Allzeithoch, die einfachste Antwort auf die Frage, wie weit der Markt "unten" ist. Bis 3% werten wir als Höchststand, bis 10% als normales Rauschen, bis 20% als Korrektur, darüber als Bärenmarkt, die üblichen Konventionen.
- 200-Tage-Linie als langfristiger Trendfilter und 50-Tage-Linie für das kurzfristige Momentum.
- RSI (14 Tage) nach Wilder als Maß für kurzfristig überkauftes oder überverkauftes Terrain.
- Historische Erholungsdauern: für jeden Rückgang von mehr als 10% seit 2011 messen wir, wie lange es vom Tief zurück zum alten Höchststand dauerte.
Was dieser Index nicht ist
Der nennwert Euro-US Aktienindex ist ein rein informatives Rechenwerk. Er ist kein investierbares Produkt, es gibt keine Fondsanteile und keine Zertifikate darauf, und er ist keine Benchmark im Sinne der EU-Benchmark-Verordnung (BMR), weil er nicht als Referenzwert für Finanzinstrumente bereitgestellt wird. Alle Inhalte dienen ausschließlich zu Informationszwecken und sind keine Anlageberatung.
Alle Inhalte dienen ausschließlich zu Informationszwecken, keine Anlageberatung.