Diversifikation ist das Prinzip, Kapital auf mehrere Anlagen zu verteilen, damit der Einbruch einer einzelnen den Gesamtschaden begrenzt. Im Englischen heißt es "don't put all eggs in one basket", und der Satz ist ziemlich präzise.
Wenn du 10.000 Euro in eine einzige Aktie steckst und die Firma insolvent geht, ist das Geld weg. Steckst du dieselben 10.000 Euro in 500 verschiedene Aktien und eine davon geht pleite, verlierst du 2 Prozent. Das ist unangenehm, aber kein Totalschaden.
Diversifikation senkt dabei kein allgemeines Marktrisiko. Wenn alle Börsen weltweit gleichzeitig fallen, fällt auch ein breit gestreutes Depot. Was sie senkt, ist das sogenannte unsystematische Risiko: die Gefahr, dass ein einzelnes Unternehmen, eine Branche oder ein Land einbricht, während der Rest des Marktes stabil bleibt.
Das klingt nach einer simplen Idee. Ist es auch. Trotzdem machen viele Anleger den Fehler, ihr Erspartes zu konzentriert anzulegen, weil sie die Aktie einer bestimmten Firma mögen, ihrem Heimatmarkt vertrauen oder eine heiße Branche für unaufhaltsam halten.