Robo-Advisor vs ETF-Sparplan
Automatisch anlegen lassen oder selbst machen? Kosten, Kontrolle und Komfort im Vergleich.
Robo-Advisor
Vorteile
- Komplett automatisiert, kein Fachwissen nötig
- Professionelles Rebalancing inklusive
- Risikoprofil wird individuell ermittelt
- Gut geeignet für absolute Anfänger
Nachteile
- Deutlich höhere Gesamtkosten (0,7 bis 1,0 % p.a.)
- Wenig Kontrolle über die Zusammensetzung
- Rendite nach Kosten oft schlechter als ein einfacher World-ETF
- Anbieterbindung, Wechsel ist aufwändig
Robo-Advisors nehmen dir alle Entscheidungen ab: Portfoliozusammenstellung, Rebalancing, Risikosteuerung. Dafür zahlst du eine jährliche Gebühr, die über die Jahre ins Gewicht fällt.
ETF-Sparplan (DIY)
Vorteile
- Deutlich günstiger, nur ETF-Kosten (0,12-0,22 %)
- Volle Kontrolle über ETF-Auswahl und Gewichtung
- Flexibel anpassbar, jederzeit änderbar
- Kostenlose Sparpläne bei Neobrokern
Nachteile
- Grundwissen über ETFs und Märkte erforderlich
- Rebalancing muss selbst organisiert werden
- Disziplin nötig, um in Krisen nicht zu verkaufen
- Anfängliche Einarbeitungszeit
Ein ETF-Sparplan in Eigenregie ist die günstigste Art langfristig zu investieren. Mit einem einzigen World-ETF als Sparplan bist du in 30 Minuten fertig eingerichtet.
Fazit
Für die meisten Anleger ist ein einfacher ETF-Sparplan die bessere Wahl, weil die Kostenersparnis über 20 bis 30 Jahre einen Unterschied von mehreren Tausend Euro ausmachen kann. Ein Robo-Advisor lohnt sich nur, wenn du dich wirklich null mit dem Thema beschäftigen willst und die Mehrkosten bewusst in Kauf nimmst. Die meisten Robo-Portfolios bestehen ohnehin aus denselben ETFs, die du auch selbst kaufen könntest.
Häufige Fragen
Wie viel kosten Robo-Advisors wirklich?
Die Servicegebühr liegt typischerweise bei 0,5 bis 0,8 % pro Jahr. Dazu kommen die ETF-Kosten von 0,15 bis 0,25 %. Insgesamt zahlst du also 0,7 bis 1,0 % pro Jahr. Bei 50.000 € Anlagesumme sind das 350 bis 500 € jährlich.
Performen Robo-Advisors besser als ein einfacher World-ETF?
In den meisten Vergleichen schneiden Robo-Advisors nach Kosten schlechter ab als ein einzelner MSCI World ETF. Das liegt vor allem an den höheren Gebühren und der konservativeren Ausrichtung vieler Robo-Portfolios.
Ist ein ETF-Sparplan wirklich so einfach einzurichten?
Ja. Bei Neobrokern wie Trade Republic dauert die Depot-Eröffnung etwa 10 Minuten. Sparplan anlegen, ETF auswählen, monatlichen Betrag festlegen, fertig. Das Ganze läuft dann vollautomatisch.
Muss ich bei einem ETF-Sparplan selbst rebalancen?
Bei einer Ein-ETF-Strategie (z.B. nur FTSE All-World) gibt es nichts zu rebalancen. Bei einem Zwei-ETF-Portfolio (World + EM) reicht es, einmal im Jahr die Sparplanraten anzupassen. Das ist kein großer Aufwand.
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