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Cost-Average-Effekt

Der Durchschnittskosteneffekt: Bei regelmäßigen Investitionen kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile.

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) entsteht, wenn du regelmäßig einen festen Betrag investierst, also einen Sparplan nutzt. Bei hohen Kursen kaufst du weniger Anteile, bei niedrigen Kursen mehr. Über die Zeit ergibt sich ein Durchschnittskurs, der unter dem arithmetischen Mittel der Kaufkurse liegt.

Der Effekt wird in der Finanzbranche manchmal übertrieben dargestellt. Er ist kein magischer Rendite-Booster, sondern eher ein psychologischer Vorteil: Du musst nicht über den richtigen Einstiegszeitpunkt nachdenken. Ob der Markt gerade hoch oder niedrig steht, ist egal, denn du kaufst einfach jeden Monat. Das nimmt enorm viel Stress raus.

Wissenschaftlich betrachtet wäre es renditetechnisch besser, einen großen Betrag sofort komplett zu investieren (Lump Sum Investing), weil Märkte langfristig steigen. Aber die meisten Menschen haben kein großes Kapital herumliegen und investieren eben aus dem Gehalt. Für sie ist der Sparplan mit Cost-Average-Effekt perfekt.

Beispiel

Du investierst 200€ monatlich. Im Januar steht der ETF bei 100€ (du kaufst 2 Anteile), im Februar bei 80€ (2,5 Anteile), im März bei 120€ (1,67 Anteile). Dein Durchschnittskurs: 96,77€ pro Anteil, obwohl der Durchschnittskurs 100€ war.

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