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Volatilität

Ein Maß für die Schwankungsbreite eines Kurses, ausgedrückt als Standardabweichung der Renditen.

Volatilität beschreibt, wie stark der Kurs eines Wertpapiers schwankt. Hohe Volatilität bedeutet starke Ausschläge nach oben und unten, niedrige Volatilität bedeutet relativ stabilen Kursverlauf. Gemessen wird sie üblicherweise als annualisierte Standardabweichung der Tagesrenditen.

Ein MSCI-World-ETF hat typischerweise eine Volatilität von 15-20% pro Jahr. Das heißt: In einem normalen Jahr kann der Kurs problemlos 15-20% nach oben oder unten schwanken. In Krisenjahren wie 2008 oder 2020 kann die Volatilität auf 30-40% hochschießen. Tagesgeld hat dagegen eine Volatilität von praktisch null.

Für langfristige Anleger ist Volatilität weniger ein Problem als es sich anfühlt. Wer seinen ETF-Sparplan 20 Jahre durchhält, hat historisch betrachtet noch nie Verlust gemacht, egal wann er eingestiegen ist. Die Schwankungen glätten sich über die Zeit. Trotzdem solltest du nur so viel in Aktien stecken, wie du bei einem Crash von 50% aushalten kannst, ohne panisch zu verkaufen.

Beispiel

Dein ETF hat eine Volatilität von 18%. Bei einem Depotwert von 10.000€ bedeutet das: Schwankungen von 1.800€ nach oben oder unten innerhalb eines Jahres sind statistisch normal. In einem Crash können es vorübergehend 4.000-5.000€ sein.

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