Rebalancing
Die regelmäßige Wiederherstellung der ursprünglichen Gewichtung eines Portfolios.
Rebalancing bedeutet, dein Portfolio zurück zur Zielgewichtung zu bringen. Wenn du zum Beispiel 70% Aktien-ETFs und 30% Anleihen-ETFs anstrebst, kann sich das Verhältnis durch unterschiedliche Kursentwicklungen auf 80/20 verschieben. Beim Rebalancing verkaufst du einen Teil der Gewinner und kaufst die Verlierer nach.
Das klingt kontraintuitiv, hat aber einen klaren Zweck: Du hältst dein Risiko konstant. Ohne Rebalancing wird dein Portfolio über die Zeit immer aktienlastiger und damit schwankungsanfälliger. Studien zeigen, dass regelmäßiges Rebalancing die risikoadjustierte Rendite leicht verbessern kann.
Wie oft solltest du rebalancen? Einmal im Jahr reicht für die meisten Privatanleger. Alternativ kannst du mit Schwellenwerten arbeiten: Erst wenn eine Position mehr als 5 Prozentpunkte von der Zielgewichtung abweicht, wird gehandelt. Noch einfacher: Neue Sparplan-Raten gezielt in die untergewichtete Position lenken, das spart Transaktionskosten.
Beispiel
Dein Portfolio soll 70/30 sein (Aktien/Anleihen). Nach einem starken Börsenjahr steht es bei 78/22. Beim Rebalancing verschiebst du 8% von Aktien in Anleihen, entweder durch Verkauf und Neukauf oder durch Anpassung der Sparplanraten.
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