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Spread

Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers, ein versteckter Kostenfaktor beim Handeln.

Der Spread (auch Geld-Brief-Spanne) ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem du ein Wertpapier kaufen kannst (Briefkurs), und dem Preis, zu dem du es verkaufen kannst (Geldkurs). Der Briefkurs ist immer etwas höher als der Geldkurs, und diese Differenz ist ein Kostenfaktor, der in keiner Gebührenübersicht auftaucht.

Bei liquiden ETFs wie dem iShares MSCI World liegt der Spread an der Börse XETRA typischerweise bei 0,01-0,05%. Bei exotischen ETFs oder außerhalb der Handelszeiten kann er auf 0,5% oder mehr steigen. Bei Neobrokern, die über Handelsplätze wie Gettex oder Lang & Schwarz handeln, sind die Spreads außerhalb der XETRA-Zeiten (9:00-17:30) oft deutlich höher.

Für Sparplan-Anleger ist der Spread weniger relevant, weil die monatlichen Beträge klein sind. Bei größeren Einmalanlagen lohnt es sich aber, während der Haupthandelszeit zu kaufen und den Spread im Auge zu behalten. Faustregel: Nie zwischen 20:00 und 8:00 Uhr handeln, und nicht am Wochenende.

Beispiel

Ein ETF hat einen Geldkurs von 99,95€ und einen Briefkurs von 100,05€. Der Spread beträgt 0,10€ bzw. 0,10%. Bei einem Kauf von 10.000€ zahlst du also ca. 10€ Spread-Kosten, die du bei einem sofortigen Verkauf direkt verlieren würdest.

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