In Deutschland werden Immobilienkredite fast nie über die volle Laufzeit zu einem festen Zins vergeben. Üblich ist eine Zinsbindung von 10, 15 oder 20 Jahren. In dieser Zeit bleibt der Sollzins konstant, am Ende steht die Restschuld, und für die braucht es einen neuen Vertrag.
Diesen neuen Vertrag nennt man Anschlussfinanzierung. Drei Wege gibt es.
- Prolongation. Du verlängerst beim ursprünglichen Kreditgeber, oft mit nur ein paar Klicks oder einer Unterschrift. Bequem, aber selten der beste Zins.
- Umschuldung. Du wechselst zu einer anderen Bank. Etwas Aufwand, oft deutlich bessere Konditionen.
- Forward-Darlehen. Du sicherst dir heute schon den Zins für eine Anschlussfinanzierung in der Zukunft. Sinnvoll, wenn du steigende Zinsen erwartest.
Welcher Weg sich rechnet, hängt vom aktuellen Zinsniveau, deiner Restschuld und davon ab, wie viel Aufwand du investieren willst. Pauschal gilt: Prolongation ist fast immer die teuerste Option.