Altersvorsorgedepot-Rechner
Berechne deine staatliche Zulage, den Steuervorteil und wie viel Kapital du bis zur Rente aufbaust.
Das Altersvorsorgedepot (AVD) ist die neue staatlich geförderte Altersvorsorge, die Riester ablöst. Du zahlst selbst ein, der Staat legt Zulagen oben drauf, Erträge wachsen bis zur Auszahlung steuerfrei. Einzahlung bis 570€ monatlich, Grundzulage bis 540€ pro Jahr, gebunden bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres. Bei Auszahlung im Ruhestand fällt Einkommensteuer an.
Deine Angaben
Staatliche Förderung
Beitrag + Zulagen
Projektion bis Rente
Kapitalentwicklung
Vergleich: Altersvorsorgedepot vs. normales Depot
Hinweis: Die Auszahlung aus dem Altersvorsorgedepot wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Im normalen Depot fällt beim Verkauf 26,375% Abgeltungssteuer an. Der tatsächliche Vorteil hängt von deinem Steuersatz im Alter ab.
Beispiel aus der Praxis
Ein 30-Jähriger mit 45.000€ Brutto zahlt 150€ monatlich ein (1.800€ pro Jahr). Dafür gibt es die volle Grundzulage von 540€, also 30 Prozent Förderung auf jeden eigenen Euro. Über 37 Jahre bei 7 Prozent Rendite wächst das steuerfrei zu einem Endkapital von rund 410.000€. Ein normales Depot mit gleicher Eigen-Einzahlung liegt bei etwa 285.000€, also rund 125.000€ weniger.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich monatlich einzahlen?
150€ pro Monat sind optimal, um die volle Grundzulage von 540€ auszuschöpfen. Weniger verschenkt Förderung, mehr bringt zwar steuerfreies Wachstum, aber keine zusätzlichen Zulagen. Lies den ausführlichen Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Wie hoch ist die maximale jährliche Förderung?
Die Grundzulage ist auf 540€ pro Jahr gedeckelt, voll ausgeschöpft bei 1.800€ Eigenbeitrag (150€ monatlich). Pro Kind kommen 300€ dazu, wenn mindestens 25€ monatlich eingezahlt werden. Wer mehr einzahlt, bekommt keine höhere Zulage, profitiert aber weiter vom steuerfreien Wachstum bis zur Rente.
Wie wird die Auszahlung im Alter besteuert?
Anders als beim normalen Depot zahlst du bei Auszahlung Einkommensteuer auf den gesamten Betrag, nicht nur auf die Gewinne. Der Steuersatz im Ruhestand liegt bei den meisten unter dem während der Erwerbszeit, oft zwischen 15 und 25 Prozent. Ob sich das Modell lohnt, hängt stark vom Grenzsteuersatz im Alter ab.
Ersetzt das Altersvorsorgedepot meinen ETF-Sparplan?
Nicht unbedingt. Das Altersvorsorgedepot ist bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres gebunden. Für Ziele vor der Rente (Immobilie, Sabbatical, Notgroschen) brauchst du weiterhin ein normales Depot. Die Kombination aus beiden ist für die meisten die beste Strategie.
Kann ich bestehenden Riester übertragen?
Ja, Riester-Verträge lassen sich ins Altersvorsorgedepot migrieren, bereits erhaltene Zulagen und Steuerstundung bleiben erhalten. Lohnt sich vor allem bei teuren klassischen Rentenversicherungen oder fondsgebundenen Verträgen mit hohen Abschlusskosten. Details im Ratgeber zur Migration.
Was passiert, wenn ich das Geld früher brauche?
Das Altersvorsorgedepot ist bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres gebunden. Frühzeitige Entnahme bedeutet Rückzahlung aller erhaltenen Zulagen und nachträgliche Steuerzahlung auf die Gewinne. Für kurzfristige Ziele brauchst du ein normales Depot parallel.
Was passiert im Crash kurz vor der Rente?
Es gibt keine Beitragsgarantie, die Kursentwicklung trägst du selbst. Wer kurz vor der Rente steht, sollte schrittweise in risikoarme Anlagen umschichten, etwa Anleihen-ETFs oder Geldmarkt-ETFs. Das Umschichten innerhalb des Altersvorsorgedepots ist steuerfrei möglich.
AVD oder ETF-Sparplan: Was ist besser?
Beide haben Vorteile. Das AVD bringt Zulagen und Steuerstundung, dafür Lock-in bis 65 und volle Einkommensbesteuerung bei Auszahlung. Der ETF-Sparplan bleibt flexibel, zahlt aber jährlich Vorabpauschale und Abgeltungssteuer beim Verkauf. Die meisten kombinieren: AVD bis zur Förder-Obergrenze, ETF-Sparplan für alles darüber hinaus.
Alle Inhalte dienen ausschließlich zu Informationszwecken — keine Anlageberatung.
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