Ein ETF hält Aktien oder Anleihen, und diese werfen regelmäßig Erträge ab: Dividenden bei Aktien, Zinsen bei Anleihen. Die Frage ist, was der Fonds damit macht.
Bei einem thesaurierenden ETF bleiben diese Erträge im Fonds. Sie werden sofort neu investiert, ohne dass du etwas tust oder irgendwas auf deinem Konto erscheint. Bei einem ausschüttenden ETF werden die Erträge regelmäßig auf dein Verrechnungskonto überwiesen, meistens quartalsweise oder einmal im Jahr.
Beide Varianten bilden denselben Index ab. Wenn du zum Beispiel einen MSCI-World-ETF kaufst, gibt es ihn in beiden Ausführungen, manchmal sogar beim selben Anbieter. Der Kurs des thesaurierenden ETF steigt durch die reinvestierten Erträge etwas schneller, der ausschüttende zahlt die Erträge stattdessen aus.
Das klingt nach einer kleinen technischen Unterscheidung. Wird es auch oft so behandelt. Aber die steuerlichen Konsequenzen sind real, und für manche Anleger spielt die Wahl eine größere Rolle als für andere.